Methodik und Korrekturen
Jede Zahl im Benchmark Report ist auf amtliche Rohzeilen zurückführbar. Diese Seite dokumentiert Quelle, Definitionen und Abgrenzungen, damit die Auswertung reproduzierbar bleibt.
Datenquelle
Statistisches Bundesamt, Tabellen 21311-0011 (Studienanfänger je Hochschule) und 21311-0012 (je Studienfach), Wintersemester 2022/23 bis 2025/26, endgültige Werte, Stand 19. August 2026. Die Rohdaten sind über GENESIS-Online öffentlich zugänglich.
Definitionen
- Studienanfänger im ersten Hochschulsemester, also Personen, die erstmals an einer deutschen Hochschule studieren. Master-Einstiege nach einem deutschen Bachelor sind darin nicht enthalten, Master-Einstiege aus dem Ausland schon.
- International bedeutet ausländische Staatsangehörigkeit nach amtlicher Definition, also Bildungsausländer und Bildungsinländer zusammen.
- Alle Vergleiche laufen Wintersemester gegen Wintersemester. Sommersemester werden je Hochschule nicht veröffentlicht und machen bundesweit rund 18 Prozent der Jahres-Einschreibungen aus. Für Häuser mit starkem Sommergeschäft bildet eine Wintersemester-Betrachtung entsprechend weniger ab.
Abgrenzungen
- Privat nach dem amtlichen Kennzeichen im Hochschulnamen, einschließlich der Kurzform bei langen Namen. Hochschulen in kirchlicher Trägerschaft zählen zum öffentlichen Sektor.
- Mehrere Standortzeilen eines Hauses werden zusammengefasst, auch bei uneinheitlicher Schreibweise in der amtlichen Bezeichnung.
- Fusionen und Umbenennungen werden als fortgeführte Reihen gerechnet, darunter die RPTU, die Hochschule für Gesundheit in der Hochschule Bochum und die Umbenennung der Fachhochschule Kiel.
Sondereffekte
- Bayern: 2025 fehlte durch die Rückkehr zu G9 der reguläre Abiturjahrgang, rund 5.000 statt zuletzt gut 33.000 Abiturienten. Hochschulen mit Sitz in Bayern verloren rund 12.000 deutsche Studienanfänger. NRW und Schleswig-Holstein haben dieselbe Lücke 2026.
- Sachsen: Die Berufsakademie Sachsen wurde 2025 in die Duale Hochschule Sachsen umgewandelt und erscheint damit erstmals in der Hochschulstatistik, rund 1.500 Anfänger. Ein Zähleffekt, keine zusätzliche Nachfrage.
- Die Duale Hochschule Sachsen und die Polizei-Hochschule Villingen-Schwenningen sind aus Gewinner- und Verliererlisten ausgeklammert.
- Die amtliche Fächersystematik wurde 2025 geändert. Neue Kategorien ohne Vorjahresbasis, darunter Hebammenwissenschaft und Physiotherapie, erscheinen nicht in Vergleichslisten. Gesundheitswissenschaften und Pflege haben vermutlich Teile der früheren Nichtärztlichen Heilberufe aufgenommen und sind deshalb ebenfalls ausgeklammert.
Reproduzierbarkeit
Zum Report existiert eine Prüfanlage: alle amtlichen Zeilen der vier Wintersemester mit Zuordnung je Hochschule und Sektor, jede Report-Zahl als nachvollziehbare Formel gegen die Rohdaten gerechnet. Auf Anfrage stelle ich sie zur Verfügung.
Korrekturen
Wenn Sie eine Abweichung sehen, schreiben Sie mir. Korrekturen werden hier dokumentiert und die betroffene Fassung neu versioniert.
| Datum | Version | Was geändert wurde |
|---|---|---|
| 16.09.2026 | Version 1.0 | Erstveröffentlichung, keine Korrekturen |
Zitiervorschlag
Growth Engine Architect, Benchmark Report Hochschulmarkt WS 25/26, auf Basis Destatis 21311-0011 und 21311-0012, September 2026.
Christian Drongowski
Von 2021 bis Mitte 2025 habe ich das Marketing von University of Europe (UE) und Gisma verantwortet, heute arbeite ich als Fractional und Interim CMO und begleite Hochschulen beim Aufbau der internationalen Studierendengewinnung, vom Zielmarkt bis zur Einschreibung.
E-Mail: hello@growthenginearchitect.com